10. Klassen auf den Spuren des MfS
In der letzten vollständigen Schulwoche vor Ostern machten sich die 10. Klassen auf zur ehemaligen Bezirksverwaltung Dresden des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der heutigen Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden.
Auch wenn der Komplex nicht mehr vollständig erhalten ist, bekam man doch einen guten Eindruck davon, was es heißt, in einem Staat mit totalitärem Zugriff auf seine Bürger(innen) – meist aufgrund des damals illegalen Versuchs, diesen Staat gen Westen zu verlassen -, in die Maschinerie des Geheimdienstes zu geraten.
Unser kundiger Führer zeigte uns zunächst Fahrzeugschleuse, Hafthaus, Freigangszellen und Vernehmungsräume. Die dort herrschende bedrückende Atmosphäe ließ immerhin eine Ahnung von den Ängsten derjenigen Menschen aufkommen, die sich nicht an den DDR-Unrechtsstaat anpassen wollten, auf ihrem eigentlich auch durch die DDR-Verfassung garantierten Recht auf Meinungsfreiheit bestanden oder sich ihren Traum, frei reisen zu dürfen, zu verwirklichen trachteten.
Dabei saßen die Verbrecher natürlich auf der anderen Seite, wie der ausgestellte Hausausweis Wladimir Putins, damals für den sowjetischen Geheimdienst KGB in Dresden tätig, überraschend simpel deutlich machte.
An einen kurzen Film, in welchem ehemalige Mitarbeiter des MfS über ihre Motivation für ihre Dienste Auskunft gaben, schloss sich eine Quellenarbeit an, in welcher die Teilnehmer(innen) anhand von Originalakten nachzeichneten, wie und warum drei Männer in die Untersuchungshaftanstalt gerieten.
Ein herzlicher Dank gilt der Brücke|Most-Stiftung, Dresden/Prag, für ihre freundliche Unterstützung dieses Projekttages.









