Besuch der 6. Klassen im winterlichen Forstbotanischen Garten

Die beiden 6. Klassen unserer Schule durften in den vergangenen Wochen an einem spannenden Umweltprogramm zum Thema „Wald im Winter“ teilnehmen.

Durchgeführt wurde die Exkursion von der Forststudentin Emely im Forstbotanischen Garten – und dies bei herrlichstem Winterwetter. In beiden Nächten zuvor hatte es frisch geschneit, sodass sich der Wald in einer zauberhaften weißen Winterlandschaft präsentierte.

Gleich zu Beginn versetzten sich die Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Eichhörnchen. Jede und jeder durfte ein kleines „Wintergeschenk“ im Gelände verstecken – ganz so, wie Eichhörnchen ihre Vorräte für die kalte Jahreszeit anlegen. Am Ende der Veranstaltung ging es dann auf die Suche nach den Verstecken. Ob wohl alle ihr Geschenk wiedergefunden haben? Bei dem Schatz handelte es sich übrigens um einen Meisenknödel, der daheim im Vogelhäuschen oder im Vogelhaus der Schule aufgehängt werden konnte.

Im weiteren Verlauf lernten die Kinder spielerisch, wie wichtig Energiesparen für Tiere im Winter ist. In einem Bewegungsspiel bekam jede Gruppe „Futter“ als Energiereserve. Doch für jedes Herumrennen oder laute Sprechen wurden Punkte abgezogen – genau wie Tiere im Winter Energie verlieren, wenn sie unnötig aktiv sind. Schnell wurde deutlich, wie wichtig ein angepasstes Verhalten ist, um mit den vorhandenen Reserven bis zum Frühling durchzuhalten.
Sich austoben konnten die Schülerinnen und Schüler danach im Labyrinth.

Anschließend wurde bei einem Memory-Spiel das Wissen über Zug- und Standvögel vertieft. Wer bleibt im Winter hier? Wer zieht in den Süden? Mit viel Freude und Ehrgeiz ordneten die Schülerinnen und Schüler die passenden Paare zu.

Zum Aufwärmen ging es danach in die Innenräume. Dort erfuhren die Klassen mehr über die Strategien der Pflanzen im Winter: Wie schützen sich Bäume vor Frost? Warum werfen Laubbäume ihre Blätter ab? Und wie überstehen Knospen und Samen die kalte Jahreszeit?

Wieder draußen wartete ein sportlicher Programmpunkt: Bei einem Staffelrennen mussten die Gruppen möglichst schnell alle Bestandteile „ihres“ Baumes zusammensammeln. Teamarbeit, Schnelligkeit und Wissen waren gefragt!

Zum Abschluss beschäftigten sich die Kinder mit der Frage, welches Verhalten von uns Menschen im Winter im Wald angemessen ist. Gemeinsam wurde überlegt, wie wir Tiere in der kalten Jahreszeit schützen und Rücksicht nehmen können. Kreativ wurde es noch einmal, als die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Bildern und Kärtchen ihr eigenes kleines Ökosystem gestalteten.

Die winterliche Exkursion war für beide 6. Klassen ein lehrreicher und zugleich erlebnisreicher Tag. Ein herzliches Dankeschön an Emely für die spannende Durchführung und die vielen neuen Einblicke in den „Wald im Winter“!

(K. Jäschke, Fachlehrerin Biologie)