Schulpartnerschaft: Oradea 2025
Samstag, 4. Oktober 2025
Nach dem ersten Austausch dieses Jahres, bei dem wir Anfang Mai von rumänischen Schülern aus der 10. Klassenstufe besucht wurden, besuchten nun in den Herbstferien auch Zehntklässler unserer Schule die rumänische Partnerschule “Friedrich-Schiller-Gymnasium Oradea”.
Für uns ging es um 11:10 Uhr mit dem Zug nach Budapest los und wir verabschiedeten uns mit einem Winken aus dem Zug von unseren Eltern.
Auf der neunstündigen Zugfahrt wurden hauptsächlich Filme geschaut, gelesen und ab und zu animierten wir uns gegenseitig auch mal zu einem dann doch sehr amüsanten Gruppenspiel, wie z.B. “Werwolf”.
Wir kamen gegen 21:00 Uhr in Budapest an, und nachdem wir uns kurz den Bahnhof angesehen haben und auch unsere ersten Eindrücke von die Stadt bekamen, stiegen wir in unseren gemieteten Bus nach Oradea ein. In dem Bus war Geselligkeit sehr schnell eher kein Thema mehr und nach kurzem gemeinsamen Singen wurde entweder geschlafen oder zumindest geruht, bis wir schließlich nach 3,5 h Fahrt in Oradea von unseren Austauschfamilien empfangen und abgeholt wurden.
(Johann)



Sonntag, 5. Oktober 2025
Nach einem ganzen Tag Anreise und ein paar verlorenen Stunden Schlaf musste dieser erstmal wieder eingeholt werden. Der Tag begann also für die meisten von uns mit Frühstück bzw. Mittagessen in den Gastfamilien. Es wurde sich viel ausgetauscht und einander besser kennengelernt, bis wir uns 15 Uhr im Wald des Kurortes Bāile Felix mit allen Eltern und Lehrern trafen.
Dort gab es das angekündigte “Picknick”, das dann doch eher wie ein Mahl an einer großen Tafel in einer Art Vereinssaal ausgefallen ist.
Nach ein paar Stunden essen und reden, gab’s dann zum Abschluss auch noch einen kleinen Spaziergang durch Bāile Felix und das dortige Thermalbad, das ursprünglich von den Römern errichtet wurde. Wir haben Schildkröten, Goldfische und Riesen-Lotuspflanzen gesehen, deren vertrocknete Blüten wie Duschköpfe ausgesehen haben.
Aus sozialistischen Zeiten stehen im Ort noch viele verlassene, teils deutlich kaputte Hotels, die zwischen den neu gebauten Pensionen und Häusern einen ziemlich großen Kontrast darstellten.
Am Abend trafen sich die Jugendlichen und Lehrer separat im Zentrum von Oradea. Es wurde ein wenig die Stadt erkundet, das Oktoberfest angeschaut und das Kebap House auf der Strada Vasile Alecsandri getestet.
(Natalie)



Montag, 6. Oktober 2025
Der zweite Tag in Rumänien begann in der Bibliothek von Oradea. Dort erwartete uns eine einstündige “Geschichtsstunde”, in der uns die Stadt durch interessante Vorträge der Schüler nähergebracht wurde.
Anschließend wurden wir durch die neu renovierte Schule geführt. Nach einem leckeren Mittagessen in einem Restaurant am Fluss ging es in die Stadtmitte, wo wir eine Rallye in 6er-Gruppen (jeweils mit 3 deutschen und 3 rumänischen Schülern) starteten. Dabei konnten wir Oradea noch besser kennenlernen.
Den Abschluss des Tages bildete die Besichtigung der Festung von Oradea.
Damit ging ein weiterer, sehr schöner und erlebnisreicher Tag in Rumänien zu Ende.
(Linus)






Dienstag, 7. Oktober 2025
Am Dienstag, dem 3. Tag von unserer Rumänienreise, stand Rafting auf dem Plan.
Am Morgen sind wir also mit einem sehr luxuriösem Bus zu einem Fluss gefahren, wo wir mit Neoprenanzügen, Sicherheitswesten und Helmen ausgestattet wurden. Nach einer kleinen Einweisung wurden wir nach unseren Nachnamen zu zweit auf Boote eingeteilt und zu Wasser gelassen.
Die Paddeltour war sehr spektakulär, da wir durch tiefe Täler gefahren sind und man viele Stromschnellen überwinden musste.
Nach einer kleinen Pause an einem Wasserfall, wo viele ein sehr kaltes Bad genommen haben, hatten wir unser Ziel bald erreicht.
Leider schafften dies nicht alle trocken: Zeitweise gingen an einem weiteren kleinen Wasserfall einige unserer Mitschüler aufgrund einer Massenkarambolage über Bord.
Nach einer anschließenden kleinen Wanderung mit schöner Aussicht und süßer, tierischer Begleitung kehrten alle erschöpft in ihre Gastfamilien zurück.
(Ronja)






Mittwoch, 8. Oktober 2025
Am Mittwoch ging es um 9 Uhr in der Schule mit einer Stunde Deutschunterricht los. Weiterhin nahmen wir an einer Stunde Geografie und einer, für die meisten sehr verwirrenden, Stunde Mathematik teil.
Um 12:30 Uhr stiegen wir in weite Höhen und begutachteten Oradea vom 50 m hohen Rathausturm aus.
Daraufhin folgte für einen Großteil der Schüler*innen ein Besuch in dem wunderschönen floralen Café des Jugendstilhauses Casa Darvas, das uns mit seinen Backkünsten verzauberte.
Den Abschluss des Tages bildete ein ca. 3,5 Stunden langer Aufenthalt im Thermal-Aquapark Nymphea mit vielen heißen Becken und spaßigen Rutschen. Das Highlight des Abends war der Sprung in ein eiskaltes Schwimmerbecken, das, wie wir später feststellten, gar nicht geöffnet war.
Der Blick auf den Nachthimmel und den großen Vollmond aus einem heißen Becken an der frischen Luft rundete den Abend perfekt ab.
(Annika)



Donnerstag, 9. Oktober 2025
Für Donnerstag war ein Ausflug nach Carei, im Deutschen auch Großkarol genannt, geplant.
Dort aßen wir zum Brunch Shaorma und haben bei der Gelegenheit noch die gegenüberliegende orthodoxe Kirche besucht. Dann ging es weiter in das Schloss Károlyi, dabei lernten wir viel über seine Geschichte und seine ehemaligen Eigentümer.
Daraufhin stiegen wir wieder in den Bus und fuhren zur Möbel- und Textilfabrik POLIPOL. Nach einer kurzen Führung durch die einzelnen Schritte der Herstellung konnten wir noch auf den von ihnen hergestellten Sofas entspannen.
Unsere letzte Station war ein Besuch einer schwäbischen Siedlung und der Familie eines der rumänischen Schüler. Von ihnen wurden wir ein weiteres Mal reichlich mit Essen umsorgt. Der Vater zeigte uns auch noch das dortige Kürbisfest, das gerade in den letzten Vorbereitungen war.
Dann machten wir uns wieder auf den Weg nach Oradea, wo am Abend noch ein Zusammentreffen bei einer Schülerin stattfand.
(Judith)






Freitag, 10. Oktober 2025
Am Freitagmorgen ging es für die ganze Gruppe, nach einer fast zweistündigen Busfahrt, in die Bärenhöhle (Peștera Urșilor).
Anders als der Name vermuten lässt, ist dies aber keine Höhle, wo Bären wohnen, sondern eine 1975 entdeckte Tropfsteinhöhle, in der 143 Bärenskelette gefunden wurden. Diese stammen von Höhlenbären, welche in der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren ausgestorben sind.
Beim Gang durch die Höhle konnten wir viele Stalagmiten und Stalagtiten sowie Bärenknochen entdecken.
Unsere anschließende Rückfahrt gestaltete sich aufgrund eines Staus länger als geplant, doch nach der Ankunft in Oradea war kurz in den Gastfamilien Zeit, für die Meisten zum Packen, dann ging es zur Abschlussfeier in einen Park. Bei einem letzten gemeinsamen Essen wurden Erinnerungen und Erfahrungen aus der Woche ausgetauscht – alles schon unter dem leichten Gefühl des Abschieds.
Anschließend lief die Schülergruppe gemeinsam zum Festifall, dem Stadtfest von Oradea, und verbrachte einige letzte gemeinsame Stunden in einem wunderschönen Ambiente miteinander.
(Jolanthe)









Samstag, 11. Oktober 2025
Wir verabschiedeten uns am Samstag von unseren Gastschülern und stiegen 04:15 Uhr in den Kleinbus ein.
Nach einer Autofahrt durch eine Zeitzone (Rumänien ist uns zeitlich gesehen eine Stunde voraus) sind wir 06:46 Uhr am Budapester Hauptbahnhof angekommen. 07:00 Uhr konnten wir dann in den Zug nach Berlin einsteigen. Im Zug holten sich ein paar Leute Kaffee, um der Müdigkeit entgegenzuwirken, bevor 07:30 der Zug startete.
Auf der Fahrt zurück schwelgten wir in den Erinnerungen, die wir gemeinsam mit den rumänischen Schülern erleben durften, wie dem Aquapark und der Bärenhöhle. Außerdem waren wir von der Gastfreundlichkeit unserer Familien sehr überwältigt. Auch das traditionelle Essen, wie Zacusca, eine Art Gemüseaufstrich, war sehr beliebt bei den Schülern.
Schlussendlich kamen wir mit über einer Stunde Verspätung im Hauptbahnhof von Dresden an.
So endete eine unvergessliche Reise, die uns allen lange Zeit in Erinnerung bleiben wird.
(Alma & Vivien)




