Das Staatsschauspiel Dresden zu Gast
Wie spreche ich frei? Wie halte ich Vorträge? Und wie präsentiere ich mich vor anderen Menschen?
All das sind Fragen, vor denen Schüler und Schülerinnen häufig stehen. Genau aus diesem Grund war am 20.01.2026 Hannah Drescher, eine Mitarbeiterin der Theaterpädagogik des Staatsschauspiels Dresden, bei den neunten Klassen zu Gast und hat mit uns einen Workshop zu diesem Thema gestaltet.
Zu Beginn wurden Kennenlernspiele gespielt, darunter “Alle, die…”. “Alle, die…” ist ein Spiel, bei dem sich die Mitspieler in einen Stuhlkreis setzen, in welchem sich ein Stuhl weniger als die Anzahl der Mitspielenden befindet. Die Person ohne Stuhl befindet sich nun in der Mitte des Stuhlkreises und erfindet eine Kategorie, zum Beispiel “Alle, die schwarze Schuhe tragen”. Jeder Mitspieler, auf den diese Kategorie zutrifft, muss nun aufstehen und sich einen neuen Platz suchen, der mindestens zwei Sitzplätze entfernt ist. Die Übrigen, auf die die Kategorie nicht zutrifft, bleiben sitzen. Die Person, die die Kategorie gewählt hat, versucht ebenfalls einen Platz zu ergattern. Ziel ist es, einen Platz zu bekommen. Wer übrig bleibt, entscheidet über die nächste Kategorie.
Zum weiteren Kennenlernen bildeten wir nun einen Stehkreis. Die beginnende Person nennt ihren Namen und eine Tätigkeit mit demselben Anfangsbuchstaben. Die nebenstehende Person wiederholt das Gesagte und teilt dasselbe mit, nur dieses Mal mit dem eigenen Namen.
Das nächste Spiel, das gespielt wurde, nennt sich “Whiskeymixer”. Es dient dem Training einer korrekten und deutlichen Aussprache. Reihum wird das Wort ‘Whiskeymixer’ weitergegeben, wer sich verspricht, läuft eine Runde um den Stehkreis herum. Wenn eine Person die Richtung ändern möchte, sagt sie das Wort ‘Messwechsel’. Doch aufgepasst; in die andere Richtung wird nun ‘Wachsmaske’ genannt. Bei einem weiteren Richtungswechsel kehrt man zum Ausgangswort ‘Whiskeymixer‘ zurück. Um eine deutlichere Aussprache zu fördern, wurde uns der Tipp weitergegeben, einen Korken oder zwei Finger zwischen die Zähne zu klemmen, das Wort mehrmals auf diese Weise zu sagen. Anschließend wird das Wort deutlicher ausgesprochen.
Als nächsten Akt des Sprachtrainings fand in Kleingruppen ein Zungenbrecher-Wettbewerb statt. Jede Gruppe bekam etwas Zeit einen bestimmten Zungenbrecher so einzustudieren, dass die gesamte Gruppe es gleichmäßig gemeinsam aufsagen konnte.
Anschließend traten je zwei Gruppen gegeneinander an. Die jeweilige Gewinnergruppe bekam einen neuen Zungenbrecher. Nun hieß es, welche Gruppe diesen Zungenbrecher deutlicher aussprach, jene gewinnt.
Zum Auflockern wurden Zweiergruppen gebildet, in denen beide gemeinsam eine vollkommen neue Geschichte erfanden, in dem sie mit dem Satzanfang “Weißt du noch…” oder “Genau, und dann…” an den jeweiligen Vorläufer anknüpften.
Das letzte Spiel galt der Kreativität. Erneute Gruppenbildung, neue Aufgabenstellung. Ziel war es, eine Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung/App, etc. der Wahl auszugestalten.
Den Schluss des Workshops bildete eine kurze Abschlussrunde, in der Gedanken geteilt wurden, die davon handelten, was, wem am meisten gefallen hatte. Die Spiele wurden sehr gelobt, außerdem wurde auf die Individualität der Ausführung von Kreativaufgaben hingewiesen. Anschließend bekamen wir einen Zettel ausgehändigt, mit wertvollen Tipps für Sprache und Ausdruck. Abschließend lässt sich sagen, dass wir den Workshop als sehr positiv und lehrreich in Erinnerung behalten werden.
(Meike Jahn, Kl. 9B)


